Thursday, March 29, 2007

Del Caribe al Pacifico

...estaba solo mio en el fin - tienda y tabla en Puerto Viejo...
Von der Karibikkueste und deren potentiell sicken Reefs und Straenden (vor einigen Monaten dachte ich noch in der Karibik gaebe es keine surfbaren Wellen - da kann die Salsa Brava nur muede Spray aus beiden Enden spucken nachdem sie vorher einen Eifrigen verschluckt und anschliessend mit all ihrer Wucht des Eifrigen Brett in drei Teile gebrochen hat) ging es schliesslich rueber an die sagenumwobene und hochgelobte Pazifikseite.

Ever since "Endless Summer II" (wer diesen Surffilm noch nicht gesehen hat: Internet aus, rauf aufs Rad, rein in den Videoladen, wieder raus mit dem guten Streifen unterm Arm, ab nach hause, Tueren und Fenster schliessen, auf die Couch und guckst du alltime classic!) ist die Pazifikkueste Costa Ricas Gegenstand der Begierde eines jeden surfverrueckten, nach epischen Bedingungen laechzenden Surfers. Nicht zuletzt nach der Studie "des Streifens" und den darin enttarnten, perfekten Wellen an Spots wie "Witches Rock", "Ollies Point", oder "Playa Negra" , waren und sind die Erwartungen an den Pazifik und Costa Rica gross!
Der erste Stopp entlang dieses surftechnisch einmaligen Kuestenstreifens Mittelamerikas hiess fuer Dools und mich...na...ene mene muh... "Playa Santa Teresa".


"Ja un wassis jetz mitm "Witsches Rock" und dem na wia hoissta glei..., ja da Ollie und so!? Was is jetza mit dene!? Wo san de do...!?"


Nach langem Hin und Her haben wir uns letztendlich (hauptsaechlich aus Zeitgruenden der Anreise - Ollies und Witches liegen in einem Nationalpark im aeussersten Norden des Landes) fuer "die Mitte", fuer den Zipfel der Nicoya Halbinsel entschieden.
Unsere Kalkulation der Anreisezeit von San Jose bis Mal Pais/Santa Teresa war nicht die beste und so wurden aus angenommenen fuenf mal eben lockere zwoelf Stunden...bleibt nur zu sagen: "Ja. Manchmal ist das so!"

Dieses eine Mal war das so:
Es fing schonmal gut an.
9:00. Gestriegelt und gespornt mit Sack und Pack vor dem Hostel "Pangea" warten wir ganze 45 Minuten bis uns ein Taxi einsammelt...in San Jose - Hauptstadt...Hallo!? Muss an den sechs Wellenreitern liegen, die die meisten Taxifahrer zu verschrecken scheinen...
Der angepeilte Bus ist damit weg. "Next."
11:30. Zwei Kilometer sind geschafft. Mit dem daraufflogenden Bus gehts 2 1/2 h in eine Richtung, nach Puntarenas. Von dort aus faehrt eine Faehre rueber zur Halbinsel "Nicoya"...eigentlich.


Heute nicht! Die Kollegen streiken aus einem Grund den wir auch nach wiederholten Fragetirraden nicht erfahren.
15:00. Jeder weiss alles und alle wissen nichts waehrend nur einige wirklich bescheid wissen, es aber niemanden wissen lassen und wir somit reichlich wenig wissen obwohl wir beide eigentlich wissen sollten wie wir wohin kommen...
Um 15:30 wissen wirs dann auch endlich weil wir jemanden fuer seine Informationen bezahlen, bevor er uns schliesslich verraet, dass es eine andere Faehre gibt, welche allerdings am anderen Ende des Ortes abfaehrt...remember: sechs Bretter!
Schnell ein zu teueres Taxi organisiert und...
16:00. Ein kleines "lancha" legt von hinter dem Fischmarkt (hmmmmmm....) am anderen Ende Puntarenas in Richtung "Paquera", Nicoya Halbinsel ab.



...slowly but surely were gettin there...


Abgesehen davon, dass es bereits 17:00 ist, wir noch ca. 3 h von unserem eigentlichen Ziel entfernt und normalerweise bereits vor 2-3 h dort angekommen sein sollten, ist alles super! Wir erfreuen uns am glasklaren Wasser des Pazifik, dem Spiel der Moewen mit dem Wind, der Meerluft und der schoenen Bootsfahrt im Allgemeinen, frei nach dem Motto: "It's a marathon not a sprint."


Wann wir ankommen steht zu diesem Zeitpunkt in den Sternen, weil die Faehre lediglich mit einer statt zwei Turbienen faehrt (...), aber spielt im Prinzip keine Rolle, weil: am Ende sind wir da.

Das angesprochene Ende unserer Mission ist gekommen.
Um 21:00. 3Taxen, vier Busse und ein Boot spaeter schlagen wir voellig uebermuedet und unmotiviert unsere Zelte im "Camping Zeneida's" auf! Well done.
Good Night!

5:30 am naechste Morgen und die Erkenntnis: Perfecto! Belissima!


The rest was surfing (epic and every single day for three weeks straight!)...


...zwischendrin ein kleines Abwechslungsprogram, welches total sick war (means waterfalls), quasi holiday from holiday und dann zurueck ins holiday...eine Art kulinarische Intermission (grapefruit harvest), die ziemlich originell war, und und und...
Aber was rede ich!



Picturas...



...Iguanas in allen Groessen gehoeren zum Campinginventar wie Mango-, Grapfruit-, Kokosnuss-, und Limonenbaeume...

...und die liebenswerten perros: "Diego Schego"...

...mi casa, Dools y su casa. Einige Tage vor seiner Abreise in Richtung London. Greetz pal! See you in France mate!...

...morgendlicher Kaffeekranz vor zweiter Session des Tages at "Sheldons'" - Salud!...


...der Morgen nach Dooleys Abreise - bad timing mate! " You reeeaaaly missed it. You should have been here yesterday!" - Plain epic!...






...weekend-surfcomp am "Playa Carmen": outstanding surfing. Thumbs up por Costa Ricas surfeadores!...

...nicht nur das Glueck, auch Aussis scheinen mich zu verfolgen. Die neue Crew (v.l.n.r.): Das Ami-Bruderpaar Dan (can drink!) und Travis und schon wieder Aussis! Mark and Marco...

...mit der neuen Crew gings zu den unfassbar majestaetischen Wasserfaellen Montezumas. Stunning!...


...la Pura... - u know it!...


...im Suesswasserpool des zweiten von insgesamt drei unterschiedlich hohen Wasserfaellen - Fuesse im Wasser, Sonne im Ruecken, kuehles cerveza in der Hand und Riesengrinsen auf dem Gesicht: Marco y mio living it up!...

...ich demonstriere: den "fliegenden Harnisch", oder: den natuerliche Kreislauf des Lebens: auf Entspannung folgt Spannung! 40ft ins kuehle Nass - wie geil is das denn!? Huuiiiiiiiiii......


...der Abschluss eines unvergesslichen Tages...pure joyment!



...und noch eine Intermission der etwas anderen Art: frisch vom Baum gepflueckte, sonnenwarme Grapefruits, kurz vor ihrer Verspeisung durch die Camper. Gemixt mit dem lokalen Feuerwasser "Guaro" ein kulinarischer Hochgenuss mit Folgen...



...mit diesem wunderschoenen Sonnenuntergang verabschiedete mich Santa Teresa gestern von den drei surfreichsten Wochen meines Lebens! Muchas gracias...

Nun bin ich zurueck in San Jose und warte sehnsuechtig auf mi Miki!
How does that grab ya!?


I'm lovin it!

Enjoy!

Aloha Henner

Friday, March 02, 2007

Puerto Viejo - una vez mas!


Seit meiner Ankunft im paradisischen, weil so relaxten und im Moment vergleichsweise wellenreichen Puerto Viejo sind bis dato beinahe ganze sechs Wochen vergangen...eine ganz schoen lange Zeit moegen manche meinen, um an nur einem einzigen Ort zu bleiben...

¨Warum?¨moegen andere fragen, wo Costa Rica doch so viele schoene Seiten zu bieten hat!
¨Wieso eigentlich nicht?¨ antworte ich mit einem breiten Lachen im Gesicht...
"Fuer einen Moment (zugegeben - ein relativ langer ¨Moment¨) habe ich mein persoenliches Paradies gefunden...=)"

Ich habe das Gefuehl, dass ich diesen Ort, dessen beruehmte Welle (Die wundervolle ¨Salsa Brava¨!!), sowie die wunderbaren Menschen dort, zu genau der Zeit gefunden habe, an dem ich ihn (sie - Welle und Mensch) brauchte, um genau das zu finden, wonach ich suchte...
- ...eine Art totalen Zustand des "Peace of mind, body and soul"!...
Wenn die "wundervolle Salsa" mal nicht lief, und der "Playa Cocles" auch nix zu bieten hatte, dann galt es sich die Unmenge an Zeit, die wir zweifellos zur Verfuegung hatten, anders zu vertreiben...
Und das ging so:

Vor ca. drei Wochen sind drei "aussi mates" von Paul und Blake hier angekommen, die ihren Weg von Mexico (der Baja California) bis hierher gefunden haben. Crazy Waz´, Dooley, und Pete. Allesamt alte Schulfreunde aus Sydney, die sich nach so langer Zeit immer noch moegen...
Pete hat uns vor einer Woche leider in Richtung Heimat verlassen und unsere Gruppe somit auf schwache fuenf dezimiert! Da haben wir natuerlich gleich wieder aufgestockt und den easy Sylter Veit, den total verrueckten Seb aus Norwegen (der hier und da einfach mal zwei Tage lang am Stueck wach bleibt, nur ¨um zu sehen ob er es noch drauf hat¨) und das unwahrscheinlich sympathische Paar aus Kalifornien (Aaron und Emily, die die einzigen im Rocking Js sind, die bereits laenger hier sind, als ich...), mit ins Boot genommen!
Zwischendurch haben dann auch noch die drei Israelis hier vorbei geschaut und unserer Weltauswahl die Krone aufgesetzt...

chilln ´n´grilln im Rocking Js in "Puerto Viejo de Talamanca"

Im Kreise dieser extravaganten, buntgemischten Truppe vergingen die Tage hier mit Surfen, Essen, Lesen, Chillen, Fischen, Bocci spielen noch mehr Essen und dann noch ein bisschen mehr Surfen, unentwegt Frohlocken und viel Schlafen, wie gewohnt unwahrscheinlich schnell!
Noch dazu verabschiedet sich die Sonne so nah am Aequator bereits gegen 17:00 mit rasanter Geschwindigkeit und verkuerzt den Tag dadurch ungemein...


Dann stand Karneval vor der Tuer...

Mit Sack und Pack und Mann und Maus ging es gemeinsam die 200km ueber Stock und Stein, unzaehlige Fluesse und eine Grenze nach ¨Bocas Del Toro¨, Panama!

...mit diesem ganzen Gepaeck war das Reisen alles andere als einfach...

...viva Panama por la primera vez en mi vida...

...zuerst (wie so oft) Geduld an der Grenze...

...und anschliessend weiter mit dem Collectivo, bis...

...es das letzte Stueck mit dem Boot bis nach Bocas del Toro geht...


Was folgte war eine einzige fuenf Tage lange Riesenparty, die fuer uns allerdings keinerlei Surf bereithalten sollte...Seuftz!
Aber hey! Ich sagte ja ...anders vertreiben...=)


(v.l.n.r.:) mio, Pete, Dools, Waz, Chonge, Slug und der Hollaender Szeff bereiten uns, mental (...), kulinarisch (cevezas en masse=) und rhythmisch (reggae satt!) auf einen weiteren Karnevalabend in Bocas´ bunt leuchtenden Strassen vor...

...auch koerperliche Ertuechtigung muss ab und wann bei so viel fiesta mal sein: "4 on 4" bis "fuenf zu drei" fuer "weltauswahl gegen panama" ...game on!

Was haben wir dort Fussball und vor allem Basketball gezockt?! Genial! Episch! Wie das Wiederaufflammen einer alten Liebe war das fuer mich einen Basketball in Haenden zu halten! Dabei habe ich es mir nicht nehmen lassen, barfuss mit den Locals zu zocken, bis meine Fuesse blutig waren - was fuer eine Genugtuung!
Da blieb mir am Ende eines jeden Tages nur ein Riesengrinsen im Gesicht stehen und die (nicht allzu neue) Erkenntniss, dass Basketball neben dem Surfen meine groesste Leidenschaft ist und ich es noch mehr vermisse, als zunaechst angenommen...aber man kann nicht alles haben! oder doch!?




Ein weiteres Highlight der etwas anderen Sorte (neben Karneval selbst natuerlich), war die Aktion von der Hauptinsel Colon, mit unseren Wellenreitern rueber zur naechstgelegenen kleineren Insel, (eine von vielen kleinen Inseln, die zusammen Bocas del Toro bilden) Careneros, zu paddeln, einmal drumrumzulaufen, um dann voellig gestoked von soviel wilder, unberuehrter Natur auch noch Kokosnuesse vom Baum zu holen und sich an der suesslichen Milch guetlich zu tun, bevor es die 20 Minuten paddelnderweise zurueck zur Hauptinsel ging!

...ich praesentiere: "the porch" unseres Hotels auf der Hauptinsel in Colon; von hier aus ging es hinueber zur Insel Careneros, die im Hintergrund zu sehen ist...

Einmalig...
Aber lange Rede kurzer Sinn - Taucht ein in den Karneval Panamas...

Tag...und Nacht...



Bunte Kostueme, huebsche Frauen, (die wirklich wissen, wie man seine Hueften schwingt...), laute Musik und unwahrscheinlich gute Laune - fuenf Tage lang, Tag und Nacht...

...das ist Karneval in Panama!

Slug hat sich nicht nur einmal in eine der vielen Schoenheitskoeniginnen, die auf den selbstgebauten Karnevalszuegen (sehr eigene Konstruktionen...) durch die Strassen chauffiert wurden, verliebt - vor und hinter dem Gefaehrt: tanzende und singende Betrunkene in unverschaemt Stimmung (jung und alt...)

...diese Tradition scheint auf den ersten Blick (und auf den zweiten eigentlich auch), etwas aggresiv: Ziel des "Teufels" ist es seinen Gegenueber mit seiner Peitsche von den Beinen zu holen...not funny...

last days in Bocas Del Toro..."nur noch" drei Tage und zwei Naechte Party - Halbzeit in Panama...

...gut drauf und dran...am "cerveza"...und allgemein!

Mit unserer etwas chaotischen und daher eher anstrengenden Rueckreise nach Puerto Viejo endete mein erster Kurzbesuch in Panama, an den wir uns allesamt gerne zurueck erinnern werden...

Zurueck im geliebten Puerto Viejo, war dann leider die ersten vier Tage mit Surfen auch nicht viel...nochmal seuftzt! Was tun wenn keine Wellen?!
Klar. Haengematte! Nee, heute mal eher nicht! Schnell waren wir uns einig, dass wir nicht jeden Tag ausschliesslich in der "hamaca" verbringen koennen und entschlossen uns kurzerhand den schon lange geplanten Besuch im Cahuita Nationalpark (Cahuita ist ein kleiner Ort, ca. 20km westlich von Puerto Viejo, der das ein oder andere Faultier beherbergen soll, von denen wir schon lange besessen sind - wir spielten sogar schon mit dem Gedanken uns ins "Sloth Rehabilitation Center", nicht weit vom Ort einzuliefern, weil wir so faul geworden sind...) endlich einmal zu starten. Gesagt, getan - und schon sind wir mit unseren Drahteseln, die alle ziemlich durch waren, auf dem langen Weg in Richtung Cahuita...
Und bitte schoen:



...mit unseren gemieteten Drahteseln geht es die 20km von Puerto Viejo, quer durch den Jungel bis nach Cahuita: noch 18...

...Emily, Aaronj und ich pausieren nach 8...noch 12...

...letzter Boxenstopp, kurz vor knapp...noch 6...

...voila...

...Seb total gestoked bei der Ueberfahrt nicht erstickt zu sein...

...hello! ein Suchbild...

...

...noch etwas giftiger als imposant und gelb: die "lash eyed viper"...

...la "Pura Vida"...

..."los monos locos"...

...und zu guterletzt: the critically acclaimed SLOTH (mit Baby-Sloth)!!! - viel Glueck beim suchen...


Seit diesem aeusserst erfolgreichen und ereignisreichen Trip beschenkte uns die "wundervolle Salsa" wieder mit reichlich Konstanz, Groesse, Grazie und Hohlheit und trug so nur weiter dazu bei uns mehr und mehr in sie zu vernarren... Tag fuer Tag, Woche fuer Woche...

...aber was waere die allerschoenste Erfahrung, wenn sie nie enden wuerde, um im Nachhinein von ihr schwaermen und erzaehlen zu koennen?! Alltag!?
Was auch immer...wir alle hier wussten, das Ende unserer wundersamen Zeit in Puerto Viejo, sowie unserer intensiv gefuehrten Affaere mit der "wundervollen Salsa" wuerde kommen...
...und kam...

Heute Morgen um 9:00 verabschiedeten Dooley und ich uns vom Rest der Truppe (Chonge, Slug und Waz fliegen in nur zwei Tagen in Richtung USA weiter, waehrend Dools noch eine Woche laenger in Centro America hat und ich auch noch bissl - ...bis Ende Juni=) - ), um die Pazifikseite Zentralamerikas zu erkunden! Seit vergangener Woche heisst es "Game On!" im Pazifik und deshalb wird es fuer den surfenden Hedonisten in mir einmal mehr Zeit zu "adjusten" und sich die Befriedigung zu verschaffen, die mir zusteht! (und Dools natuerlich auch...sorry)
Das naechste Ziel sollte zuerst "Pavones" heissen, seines Zeichens die laengste "Left" Costa Ricas( ...man mukelt, es gaebe auf dieser Welle "rides up to three minutes"...total insane!!!) aber heisst seit heute Abend aus "Swell-Gruenden" Playa Santa Teresa (liegt geografisch relativ "mittig"; surftechnisch ganz woanders...!). Aber Morgen hat das Ziel bestimmt schon wieder einen anderen Namen (z.B. Playa Hermosa...quasi um die Ecke) - who lnows!?

Wir jedenfalls nicht, bevor wir da sind, wo wir hinfahren...

...and then there was surfing...


Adios Salsa Brava und danke fuer die vielen wunderbaren Rides und Wipeouts...=)
Enjoy...

Aloha Henner