Tuesday, January 30, 2007

Hasta luego Nicaragua


Ein weiteres Mal hat mich der pure Aktionismus ueberkommen und mich dazu getrieben auch der Kueste Nicaraguas frueher als zunaechst angenommen den Ruecken zu kehren.
Nur eine Woche nach unserem fluchtartigen Aufbrechen aus El Salvador, fand ich mich ploetzlich wieder "alleine", in einer Haengematte liegend, im "Tranquilo Backpackers" Hostel in San José, Costa Rica wieder. Wie war ich so schnell dorthin gekommen!?
Ich sollte aufhoeren zu konsumieren...! (Wellen und so...)
Sollte ich nicht eigentlich die unzaehligen erstklassigen Breaks Nicaraguas rauf und runter surfen, bevor ich einen Fuss rueber ins ungleich teurere wie populaere Costa Rica setze?! Und abgesehen davon: warum in aller Welt liege ich in einer Haengematte in Downtown San José, anstatt direkt an der Wasserkante, jederzeit bereit, direkt ins Line-Up zu fallen, sollten die Wellen es nicht anders erlauben?!
Es scheint wie ein Déja-vu, nur das "Léon" jetzt "San José", "Nicaragua" "Costa Rica" und "wir"nun wieder "ich" heissen. Ein Fehler in der Matrix...Ooooohhhhh, ich habe gehoert, das verheisst nichts gutes...

Keine Panik! Alles gut. Der "Fehler" in der Matrix und somit das Deja-vu stellten sich mit meiner Ankunft an der Karibik-Seite Costa Ricas, lediglich als Umprogrammierungen im System "Surf soviel du kannst Mann!" heraus.
Darf ich mich vorstellen: ich bin der Architekt! Ich habe spontan die ein oder andere Aenderung im "Surfariprogramm" vorgenommen, um in Zukunft den potenziell konstantesten und bestmoeglichen Surf fuer Neo -ooops, einen Moment...hier- Henner zu gewaehrleisten und somit auf einige Unzulaenglichkeiten bezueglich der Swellkonstanz des pazifischen Ozeans reagiert. Hierbei ist es nuetzlich zu wissen, dass die Swellsaison im Pazifik erst Ende Maerz, bis einschliesslich Oktober losgeht, waehrend die Karibik ihren Zenith zwischen Dezember und Maerz erreicht! Also genau jetzt!
"Uuund Cut..."

Zwei chillige Tage in der alten Stadt "Léon", im Norden des flaechenmaessig groessten Landes Mittelamerikas mit meinen israelischen Freunden und die anschliessenden fuenf verrueckten und mehr oder weniger surfreichen, aber "kleinen" Tage, die ich wieder "solo" in San Juan Del Sur, im Sueden,verbrachte, reichten aus um einen ersten Gesamteindruck dieses Landes und dessen Surfspots zu bekommen!
Der Sueden des Landes haelt eine Unmenge an Beach- und Reefbreaks bereit, die allerdings groesstenteils schwierig zu erreichen sind. Nichtsdestotrotz kann man einige der besten Beachbreaks um "San Juan del Sur"(die meisten von ihnen secret spots, an denen ich mit einem der unheimlich freundlichen locals zwei Tage lang surfen war) per 4x4 oder zu Fuss erreichen! (mit der Zeit im Gepaeck!) Ein riesen Bonus, den Nicaraguas Pazifikkueste geniesst, ist der staendige Offshore! Hier blaest der Wind auf Grund des riesigen "Lago de Nicaragua's" -welcher sich von der Mitte des Landes aus, bis kurz vor die Grenze zu Costa Rica erstreckt- 340 Tage im Jahr vom Land aufs Meer und bringt die Wellen weiss zum bluten! Barrels, barrels, barrels....selbst bei 2 Fuss Welle ein perfekter shape!
Mit dem Vorhaben Mitte April eventuell zurueckzukehren, um vor allem die vorzueglichen Wellen "Popoyos" und rund um "San Juan del Sur" at its best zu erleben entschied ich mich die Zeit bis dahin an Costa Ricas, zu diesem Zeitpunkt konstanterer, Karibikkueste zu "ueberbruecken".


Was heisst "ueberbruecken"!? Zelebrieren sollte ich sagen, bei dem was mich dort erwarten sollte...



Nach meiner Ankunft in "Puerto Viejo", am spaeten Nachmittag des 23. Januars 2007 galt es nach sechsstuendiger Busfahrt nur sich zunaechst im "Rocking Js" (ein Hostel, dass seinem Namen alle Ehre bereitet und mir von Daniel und Grischa quasi "befohlen" wurde - thanks dudes: good choice!) einzurichten und anschliessend die ersten Erkundungsspaziergaenge zu unternehmen, bevor sich die Sonne spektakulaer (bereits gegen 18:00 hier) am Horizont verabschiedete und aller Weitsicht & Erkundung ein jehes Ende bereitete.
Den Vibe in diesem "jamaicaesquen", "bobmarleyischen" Ort zu beschreiben ist unmoeglich und wird daher nicht versucht - you only know, when you go!
Nach zwei surflosen, kilometerreichen Tagen kroch ich die naechsten drei Morgende jeweils um 5:30 aus meinem klammen Zelt (6$/Nacht) um ja der erste im Line-up zu sein! Immer wieder ein magischer Moment, der einem mehr Befriedigung zu geben scheint, als......ein Spaziergang im Park...
Ein undefiniertes Piepen reisst mich aus meinen Traeumen und versetzt mich schlagartig zurueck in die Realitaet - mehr oder weniger real, weil doch traumhaft und irreal, aber whatever - reisst mich auf alle Faelle aus dem Schlaf.
Mein Wecker leutet zum morgendlichen Frohlocken im pisswarmen Nass...der 27 Grad warmen Karibik! Boardies all day! Da faellt das Aufstehen nicht schwer! Ich reibe mir den Schlaf aus den Augen, krame nach meiner Zahnbuerste und reinige unbeholfen und schlaftrunken meine Zahnreihen - die erste koordinative Aufgabe des Tages ist bewaeltigt...jetzt nur noch das Brett waxen, Sunscreen ins Gesicht und los gehts!

Auf meinem Weg des Erwachens stolpere ich mit Brett unterm Arm ca 1km durch den "Dschungel"und nehme die witzigsten & einzigartigsten Geraeusche & Gerueche wahr, bis ich aus dem feuchten, camouflagefarbenen Meer aus Flora und Fauna heraustrete und meine Fuesse in den goldgelben Sand des "Playa Cocles" setze! Der Sand zwischen meinen schlammverschmierten Fuessen fuehlt sich kuehl und nass an. Die Luft, die ich atme ist angenehm warm und feucht vom tropischen Regen der vergangenen Nacht.
Jetzt nur noch einige Meter den Strand hinauf, bis zum besten Peak. Was fuer ein Morgen denke ich mir, als ich mich langsam zu beiden Seiten umdrehe und ausser einer Schildkroete, die sich ihren muehsamen Weg vom Rande des von Palmen gesaeumten "Dschungels", den schmalen Sandstrand hinab, in Richtung tuerkisblauen Ozean bahnt, keine Menschenseele erblicke..."Perfecto!"


Eine leichte Offshore-Brise weht vom tropischen Regenwald her hinaus aufs Meer, den anrollenden Sets entgegen und formt jede einzelne Welle bis hin zur Perfektion. (Ich bemuhe mich nicht zu sabbern.)
Waehrend ich meinen nassen Rashguard ueberstreife suche ich mir eine nette, lange und schoen gleichmaessig zur Seite brechende, hohle Rechte aus, die mich in der Folge gluecklich machen soll! In Sets zu drei bis fuenf Wellen rollen diese Prachtexemplare mir in periodischem Abstand, gruenlich-blau strahlend entgegen und scheinen sich anschliessend gegenseitig in ihrer einmaligen Eleganz uebertreffen zu wollen. Beinahe vergesse ich vor lauter Vorfreude, auf bevorstehende, ungestoerte Selbstbefriedigung, mir die Leash um den linken Fuss zu schnallen...Sekunden spaeter sitze ich mutterseelenallein im voellig leeren, unberuehrten Line-Up und kann mein Glueck nicht fassen. Fuer die folgenden fuenf Stunden existiert nichts, ausser den Wellen, der Natur, meinem Brett und mir.
Man kann es nennen, wie man will: koerperliche Ertuechtigung, Natursport, Meditation, Selbstbefriedigung, Transzendens...all das ist eins in diesem fluechtigen Moment des Gluecks!

Als sich um ca. 11:00 der erste Surfer neben mich ins Line-Up setzt, entscheide ich reichlich erschoepft - verstaendlich, wenn man bedenkt, dass ich gerade quasi 5½h am Stueck masturbiert habe- dass es mir zu voll wird (?!) und ich lieber meinen 10-minuetigen Regenwaldspaziergang zurueck ins Hostel antrete um mir ein riesiges, wohlverdientes Fruehstueck schmecken zu lassen, welches ich anschliessend in der Haengematte liegend, lesenderweise verdauen werde!
Spaeter, steht dann nur noch eine Abendsession auf dem Plan und ein weiters Mal Speisen.

So ist das hier - jeden Tag, over and over again! It doesn't get any better than that?!
Ich beschwere mich ja auch nicht! "Es La Pura Vida!"



Seit ca. zwei Wochen bin ich bei meinen Morgensessions nicht mehr allein und auch nicht mehr am Playa Cocles spielen, sondern wecke meine zwei australischen amigos, Paul und Blake, sowie den Sylter Veit, puenktlich zum Sonnenaufgang, damit wir dann gemeinsam, schlaftrunken durch die Waelder irren um ca fuer 2h "all on our own" Puerto Viejos beruehmte "Salsa Brava" zu surfen!

Eine Welle, die das ein oder andere Brett bereits auf dem Gewissen hat und auch mit Einladungen zum Grund des nicht unscharfen Riffs darunter, nicht ziemperlich ist! Bis dato mit grossem Abstand die kraftvollste und anspruchsvollste Welle meiner Reise, die mir hier und da schon ordentlich den Arsch versohlt hat und mir Naturtattoos for free verpasst...
Mann, Mann, Mann...Aber es muss nicht immer lustig sein, um Spass zu machen!



...and then there was surfing...



Enjoy your Lives =)
Aloha Henner

Wednesday, January 17, 2007

El Salvador - El Dorado!?

"Dream on dreamer...la...la...la...lala..."
Ein Ohrwurm, der sich in meinen nunmehr regelmaessig vom salzhaltigen Meerwasser durchspuelten Gehoergaengen haelt, wie das schlechte Image El Salvadors...zu Unrecht! - Das Image meine ich natuerlich, der Song ist klasse und passt ganz gut zu meiner derzeitigen Lebenssituation!

Nachdem ich Guatemala mittels shuttle vor nun 10 Tagen verlassen habe, muss ich die in El Salvador erlebten und gesurften `Erfahrungen´, schon wieder Erinnerung "schimpfen" ("preisen" waere treffender), als ich bereits jetzt in Nicaraguas "Antigua", "Léon", sitze und auf die Ankunft meiner Seele warte, nachdem wir in nur 15h drei Laender - El Salvador, Honduras und Nicaragua - passiert haben, um in einigen Tagen erneut den Freuden am Pazifik zu froenen!?¡¿
Aber wer ist wir? Und warum diese Hektik!? Berechtigte Fragen, aber keine Sorge: meine Persoenlichkeit ist weder gespalten, noch habe ich mir einen imaginaeren Freund erschaffen um zu erfahren, wie es ist zu mehreren zu reisen...
"Entonces"...eins nach dem anderen!

Die Reise von Guatemala aus ins benachbarte, ungleich winzige, aber dafuer atemberaubend schoene El Salvador brachte bereits eine der antizipierten kleinen Freuden, die das neue Jahr fuer mich bereit hallten sollte...

Voller Vorfreude, sitze ich auf der Rueckbank des Shuttles, welches sich um 6:00 aufmacht, seine Insassen vom hochgelegenen Antigua, in nur vier Stunden an die "Costa Bálsamo", die oestliche Pazifikkueste El Salvadors, zu bringen.
Waehrend ich mich also ein (vorerst) letztes Mal die Vulkane Guatemalas hinab in Richtung "Nullpunkt" schlaengele, weicht die Dunkelheit der Nacht langsam der Daemmerung. Ich nehme eine Welt aus Schatten und immer schaerfer werdenden Konturen wahr. Langsam, aber bestaendig und unaufhaltsam, schiebt sich die immer goldener werdende Sonne den Horizont hinauf, um aus dem Sichtschatten des riesigen "Volcan Acatenangos" hervorzukommen, und erstes, weiches, rosa-roetlich gefaerbtes Licht in die verschlafene, Welt zu senden und einen neuen Tag anzukuendigen...
Einige sprachlose Sekunden spaeter erscheint die ehemals fuer das Auge undurchdringliche Schattenwelt des Dschungels, welcher sich im Vordergrund des Vulkans scheinbar endlos weit ins Landesinnere erstreckt, in einem sanften orange-gelben, stets staerker werdenden Licht. Im Hintergrund wacht der nun hell erleuchtete Vulkan majestaetisch ueber das liebevolle Spiel zwischen Licht und Schatten, die sich mittlerweile mehr als nahe kommen, bis sie miteinander verschmelzen, um dem Auge des Betrachters ein wundervoll gezeichnetes Muster aus langgezogenen, grau-schwarzen Schatten und gueldenen Lichtkegeln, welche sich ihren Weg durch die zahllosen scharfen Konturen, grosser wie kleiner Bananenbaeume, Kokospalmen und Farne bahnen, zu praesentieren.
Die Feuchtigkeit der vergangenen Nacht verdunstst zunehmend unter dem staerker werdenden Sonnenlicht und beginnt nun gasfoermig in Gestalt grau-blauen Dunstes, die gruener werdende Dschungelwelt in Richtung des hellblauen Himmels darueber zu verlassen...

Waehrend der naechsten Minuten verleihen die Zuckerrohrfelder, Wiesen, Bananen-Plantagen und Plamenlandschaften ihrem Erwachen durch immer intensivere Farben und Gerueche Ausdruck und beginnen sich kontrastreicher von den zahlreichen dunkelgruen bis braunen Vulkanen im Hintergrund, sowie dem unverschaemt blauen Himmel abzugrenzen.
Um bei all dieser offensichtlichen, natuerlichen Schoenheit nicht in Vergessenheit zu geraten, spuckt der "Volcan de Fuego" zum Trotz eine riesengrosse Wolke aus brauenlicher Asche in den Himmel um sich anschliessend von den fuersorglich, liebevoll-weichen Strahlen der nun hoch am Himmel stehenden Sonne, besaenftigen zu lassen.

Zwei gute Stunde nach diesem bildschoenen Sonnenaufgang finden wir uns, bereits einige Kilometer von der Grenze zu Guatemala entfernt, auf dem "Car el Pacifico" wieder, der sich in riesigen Kurven die Costa Bálsamo entlangschlaengelt und einen hier und dort immer Mal wieder, den riesigen, tiefblauen, endlosen Pazifik -"Ort aller Lusterfuellung" fuer die naechsten Monate - erhaschen laesst, bevor man ein weiteres Mal in irgendeinen der vielen Tunnel abtaucht, um am Ende eines jeden von unzaehligen, ungekannten Gruentoenen ueberrascht zu werden, die einem sagen: "Du bist in den Tropen Mann" - Correcto!

Angekommen, in "El Tunco", einem surfverrueckten, kleinen Ort nicht weit entfernt von der Stadt "La Libertad" (hier befindet sich der potenziell beste rechte Pointbreak des Landes: "Punta Roca"), sollte mich das Glueck einen Freund nennen...
Nach der Einquartierung in "Papaya's Lodge" (absolutes Muss - great place!), den ersten Orientierungs- und Spotcheckspaziergaengen (links vom "rio el tunco", El Salvadors bester linker Pointbreak, "La Bocana"; rechts vom Fluss der laengste rechte Point des Landes!!) und einem traditionellen Fruehstueck an der Wasserkante (platanos, crema, queso, frijoles und tortillas), treffe ich zwei Israelis!

...der Rest ist Geschichte und zu perfekt, um wahr zu sein!
Wir unterhielten uns einige Stunden - Wellen gab es an diesem Tag keine- und sahen ein, dass unsere Reiseplaene mehr oder weniger uebereinstimmen!
Die Jungs waren anfangs zu viert in Kalifornien gestartet, haben dort einen riesen Truck erstanden, Boards gekauft und ab gings die Kueste runter, bis...eben hier: El Salvador. Zwei von ihnen haben dann entscheiden, nach Suedamerika zu reisen, die zwei "Uebriggebliebenen" (Gal und Eres) wollten nichtsdestotrotz ihren Plan (weiter bis nach Costa Rica, um dort den Truck zu verkaufen) in die Tat umsetzen.
Darueberhinaus haben wir uns von Anfang an brilliant verstanden.

Da mein Plan weder ein "wann wo", noch ein "wie", sondern lediglich ein "bis dann" beinhaltet und meine Reise dem Swell, Zufaellen, Umstaenden, Gelegenheiten, meinem "gusto" und sonst relativ wenig folgt, habe ich ihrer Einladung, sie ab sofort in ihrem Truck zu begleiten in meinem Kopf bereits zugestimmt, bevor Gal mich gefragt hat...Logo!!
Zwei Tage spaeter ist einer der anfags vier Jungs (Ran) zurueckgekommen, da er sich umentschieden hatte und surfhungriger war, als er dachte! Aus eins mach vier...
Es bedurfte anfangs natuerlich einigen adjustments (einige Woerter fehlen mir mittlerweile im Deutschen...), nachdem ich so lange mehr oder weniger allein unterwegs war, fortan Tage mit anderen zu besprechen, zu... nicht planen, das machen wir hier nicht, aber bereden und alle Interessen zu beruecksichtigen, bevor man Entschidungen bezueglich Essen, Surfen usw. trifft, aber hey...ueber was reden wir hier!? Sind das Luxus-Probleme, oder was!? Natuerlich...
Was haette mir besseres passieren koennen...nada! Es ist unfassbar und besser einfach nur zu geniessen, als grossartig zu fragen, wie man so viel Glueck auf einmal haben kann! Also mache ich einfach dort weiter, wo ich am 10. Oktober 2006 angefangen habe: ich geniesse!


Nicht zuletzt, weil wir seither unfassbar colle Tage miteinander in El Tunco und La Libertad verbracht haben, einige coole Surf-Sessions an beinahe jedem Spot der Costa Bálsamo zusammen mit drei locals und einem professionellen Fotografen in allerdings weniger professionellen Wellen hatten, gekocht und gespeisst haben wie die Koenige, einen WE-Trip in El Salvadors Hauptstadt, San Salvador, unternommen und schlicht und einfach eine gute Zeit miteinander hatten, fiel die sehr spontane und fuer Surfer ueberaus plausibele Entscheidung aus Swellmangel weiterzureisen nicht allzu schwer.



Nachdem wir uns dazu entschieden hatten, ging alles andere ganz schnell und next thing you know: du sitzt in einer Stadt in Nicaragua und ueberlegst, wo du ob der Swellsituation als naechstes hinreisen wirst!?
Hierbei habe ich allerdings unterschlagen, dass Grenzuebergaenge in diesen Laendern eigene ungeschriebene Gesetze haben, daher nicht ganz so einfach und fix zu machen sind, jeder inoffizielle Offiezielle eine andere Wahrheit spricht und am Ende beinahe jeder bezahlt, niemand zufrieden und eigentlich keiner einen Plan hat, was dazu fuehrt, dass die zwei Grenzuebertritte (El Salvador - Honduras und Honduras - Nicaragua) laenger dauern, als das Zuruecklegen der eigentlichen Wegstrecke...
Klingt komisch, ist aber so und auf alle Faelle eine Erfahrung wert. Das Problem an der Sache war nur, dass wir die Grenze zu Nicaragua erst um 23:00 statt um 19:00 passierten und zum Weiterfahren nicht laenger im Stande waren. Plan: Schlafen...ein einfacher Plan, dessen Realisierung ungleich schwieriger ist, wenn man beruecksichtigt, dass es Nacht ist in Nicaragua....
Am Ende haben wir die Nacht mehr oder weniger schlafend (die Mosquitos haben mich besiegt und mir einige Liter an Blut abgenommen...) teils im Auto, teils im Zelt am Strassenrand auf einem "bewachten" Schotterplatz verbracht!

Nun sind wir hier (wir sind Ran, Eres und ich - Gal hat sich im Auto, waehrend der Fahrt durch Honduras entschieden Tachen zu wollen und sich auskippen lassen...der Typ) in Léon und planen den naechsten Schritt, der undefinierter zuy diesem Zeitounkt nicht sein koennte! Aber wie gesagt: Wer wann, mit wem, warum, und wie, fuer wie lang wo sein wird steht in den Sternen...

Fest steht: ich bin surfender Hedonist und werde in Kuerze wieder die unmittelbare Naehe zum heissgeliebten Ozean suchen und meiner Lust froenen, wie sich das gehoert - die einzige Frage ist, ob im Pazifik, oder im Atlantik!? Eine schwierige Entscheidung, die wunderbar ist, wenn man die Gelegenheit hat, sie zu treffen...

...and then there was surfing...

Aloha Henner =)

Wednesday, January 03, 2007

Algunas impresiones de Guatemala...

Das alte Jahr hat sich verabschiedet und mich, wie viele andere Menschen auf dieser Welt ein Jahr aelter und weiser (fraglich...?!) werden lassen! Voller Wehmut, aber auf gleiche Weise erfuellt von uneingeschraenkter Zufriedenheit, ob des Erlebten und Erreichten, denke ich zurueck an ein unfassbar wunderbares, ereignisreiches, surfreiches und unvergleichliches und ueber alle Massen unvergessliches Jahr 2006!
Wuerde 2007 nicht so unverschaemt dreist mit meinen Vorfreuden, Wuenschen und Sehnsuechten spielen und mir gleichzeitig verstaendlich machen, dass die ganze Chose (den ganzen Tag Surfen usw...) auch sehr bald -in genau zwei Tagen=)- losgeht, muesste ich an genau dieser Stelle behaupten, dass das vergangene Jahr das beste meines Lebens war...
Bei all den erstklassigen Wellen, attraktiven Straenden und zum-weinen-schoenen Sonnenauf- und Untergaengen, sowie der Fuelle an spannenden Erlebnissen und Erfahrungen, welche dieses Jahr fuer mich bereit haelt, muss dies allerdings bezweifelt werden, "as things seem to get even better..." - "increible"?!
Ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gerutscht und habt das alte ordentlich verabschiedet und verarbeitet?!
Die letzten drei Wochen, bzw. drei Wochenendtrips an die Kueste -zuerst Iztapa, dann Monterrico und anschliessend El Paredon- vor Ende des vergangenen Jahres 2006, beschreiben die folgenden Bilder besser, als 1000 Worte...enjoy =)
Die "Chickenbuses" sind ein einziges grosses Abenteuer fuer alt und jung...on the way to the coast again: this time Iztapa...died we have fun...
...or what?!
1000 und eine Meile leerer, schwarzer Sandstrand und Line-Ups, soweit das Auge reicht...
weit und breit nur ich und mein Brett und sonst keine Menschenseele! Niemand, der mich hoeren konnte...lohnt es sich nur schreien, wenn es jemand hoert!? Nope! Freeeeeedooooooooomm...
...der zerfallene alte Hafen von Iztapa...
Sun-down in "Monterrico"...nothing more nothing less!
...here we go again...

Volcan de fuego macht Maetzchen...

"Ho Ho Ho - Mann" in voller Montur, vor dem Brunnen, im vor Lichterketten leuchtenden Park Antiguas, kurz vor knapp...24.Dezember 06 - 23:00

Tortillas...
selbstgemacht schmeckt nicht immer besser...
29. Dezember 2006: 10-jaehriges Friedensjubilaeum in Guatemala...
nos felicitaciones!
Bungalows in El Paredon...
Neben dem Line-Up der beste Platz im ganzen Camp...Jack Johnson im Ohr, nichts im Kopf, den warmen Wind auf der Haut, Sand zwischen den Zehen und nichts weiter vor, als weiter nichts vor zu haben...

Christlicher Neujahrszug durch die Stadtmitte - Weihrauch und Rauchschwaden, der soeben laermend explodierten Silvesterknaller verleihen dieser Prozession ein mystisches Flair...

...ein Papagei...hat mir seinen Namen nicht verraten, aber irgendwas unverstaendliches auf Spanisch genuschelt - ich glaube er meinte, dass es in Antigua, auf 1500m Hoehe keine Wellen gibt...danke fuer die Info dude! Morgen bin ich in El Salvador an der Kueste du *!?^%&...


Haette ich meine Kamera beim Sun-up Surf, einige Stunden zuvor, mit im Wasser gehabt, haettet ich euch die Augenfarben der unzaehligen Pelikane, die lautlos, nur einige Zentimeter von mir entfernt, entlang der Wasseroberflaeche gleiten, zeigen koennen...ihr wisst was ein Bewusstwerdungsflash ist!?

"Ohhhhh yes!" ....

.....

..... -.

31. Dezember 06: Ich trete gegen 12:00 die Rueckreise von der Kueste (und El Paredon rockt!) ins ca 180 km entfernte Antigua an. Hier sitze ich noch allein in einem lancha...weit bevor ich beinahe vom Pick-Up falle, und das Koerpergefuehl meine Beine verlaesst, waehrend ich mir meinen Sitz im Chickenbus fuer ca. 3h mit vier (eine Sitzreihe ist fuer zwei!) betrunkenen Neujahrsjunkies teile...

Einer von zwei Locals aus El Paredon. Wenn die Jungs nicht in einer Barrel verschwinden, schiessen sie auf dem Weg durch die Mangroven vom "lancha" aus Voegel mit ihren Steinschleudern ab...ja ja: die Langeweile!!

Making my way back from El Paredon on the back of a pick-up truck! Mein Brett ist beim 2006er-Abschiedssurf leicht verletzt worden, was mich dazu zwang, diesen wunderschoenen Fischerort, samt seinen Wellen frueher zu verlassen - und Silvester in Antigua zu feiern, anstatt in einer Barrel...seuftz...

So gross wie das Kreuz auf dem "Cerro de la Cruz" in Antigua, ist der Glaube in Guatemala...


Blick auf die Stadt Antigua vom "Cerro de la Cruz" - rauf und runter gehts nur mit Polizeieskorte...?!

Morgen werde ich diesen schoenen Ort im Herzen Guatemalas in Richtung El Salvador verlassen, all die verschiedenen Eindruecke und Erlebnisse, wie grundlegende Spanischkenntnisse mit auf meine Reise ins ca 400km entfernte "La Libertad" nehmen und in der ein oder anderen "Barrel" Revue passieren lassen...

And then there was surfing...

See u in Salvador =)

Aloha Henner