Encore un mois

Mehr als eine Woche ist nun bereits vergangen, seit ich meine markanten Fuesse auf marokkanischen Boden gesetzt habe. Mittlerweile fuehle ich mich richtig wohl in Taghazout und den Wellen rundherum. Nicht zuletzt aus diesem Grund -und weil der so oft gepriesene Swell heute hier angekommen ist und mir den bisher sickest-wickedsten Surf beschert hat- habe ich heute beschlossen noch drei bis vier weitere Tage hier zu verbringen! Denn was waere ich fuer ein Surf-Banause, wenn der Swell kommt und ich gehe -es gibt hier keine Fragezeichen!-. Geht also garnicht. Und ich habe ja noch einen ganzen Monat Zeit!
Allerdings werde ich mein heiss geliebtes Bungalow, das auf einem Huegel nicht weit von Taghazout ueber dasselbe wacht, verlassen und in einen 2km entfernten Ort namens Tamrhakt ziehen, bevor ich dann weiter nach Safi ziehe. Ganz einfach aus dem Grund, dass man sich auf einem Berg zwischen sieben leerstehenden weiteren Bungalows, am Rand eines Ortes, nicht nur am Abend ein wenig einsam fuehlt, sondern auch in der Nacht -sowieso- und am Morgen! Klingt einleuchtend -Frage-. Finde ich auch! Noch dazu kann ich trotz des kleinen Umzugs dieselben guten Wellen fahren, solange es welche hat!
Damit nicht genug: In meiner neuen Bleibe -dem Camp von Karim, dem local hero hier- hause ich wie ein Koenig und bezahle dabei weniger als auf meinem schoenen, aber einsamen Berg. Eine runde Sache also!

Heute war mit Abstand der schoenste aller bisherigen Tage! Sowohl das Watter, als auch die Wellen haben sich an diesem wunderbaren Tag, der etwas holperig mit drei Stunden Wartezeit auf meinem Berg begonnen hat, von ihrer besten Seite gezeigt.
Zuvor:Um eine Stunde verspaetetes Fruestueck, das Wasser laeuft den ganzen Tag nicht, ich warte insgesamt ca. fuenf Stunden -ungelogen- auf Youness -allein und auf dem Berg-, habe waehrenddessen kein Klopapier, die Spuelung funktioniert nicht, da Telefon auch nicht. Ich halte aus, beginne nicht mich aufzuregen, obwohl wir nach Youness' Ankunft noch ca. eine weitere Stunde in der Weltgeschichte rumfahren und Karim suchen, dann holen sich seine Jungs noch was zum essen, essen es natuerlich vorort und ich komme erst um 15:00 ans Wasser. Aufgestanden bin ich um ungefaehr sieben Uhr...
Und dann: Perfekt! Am Devil's Rock schaelt sich eine makellose, ca. 2m grosse, hohle, kraftvolle Linke das Riff entlang und scheint damit garnicht mehr aufhoeren zu wollen! Très biens!
Ich lerne und bin eifrig am surfen, sodass ich nach noch einem ganzen Monat Marokko fuer alle anstehenden Surf-Abenteuer gut geruestet sein sollte! Wie schoen der Tag heute war belegt der Hoehepunkt des ganzen Schauspiels, bevor der 'Vorhang' fiel und die Einheimischen zum wohlverdienten Essen gingen -die letzte Woche des Ramadan ist angebrochen-!

In sich ein gelungener Tag: was zeigt, nicht alles, was schlecht beginnt muss auch so enden...Der Schluessel zum brillianten Ende des Tages war heute, wie so oft: Gelassenheit und Geduld! Ok. Ich darf den Porno-Surf nicht unterschlagen; und der war wirklich die ein oder andere Zensur wert! Aber der kam erst nach all den Strapazen und Pruefungen fuer Koerper, Geist und Seele!
Mit diesen Worten verabschiede ich euch bis zum naechsten Mal! Beste gestokete Gruesse aus dem sonnigen Afrika und eine schoene und geruhsame Woche wuensche ich euch!
Thanks for tuning in!
Aloah Henner

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